Der Impulsvortrag in der Gemeinde Raxendorf, der am 29. September 2026 stattfand, stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse und sorgte für einen informativen und abwechslungsreichen Abend rund um das Thema Energiegemeinschaft und die zukünftige Entwicklung unseres Energiesystems.
Frau Bürgermeisterin Elisabeth Gschwandtner begrüßte die Referenten Harald Kirchberger von ecovolt und Stephan Wurm von neoom sowie den Organisator der EEG Am Schuss, Hans Gschossmann.
Hans Gschossmann gab zunächst einen Einblick in die Entwicklung der EEG Am Schuss. Seit mehr als zwei Jahren ist die Energiegemeinschaft aktiv. Mittlerweile zählt sie 363 Mitglieder, 406 Standorte und insgesamt 680 Zählpunkte – eine erfreuliche Die Motivation von Hans ist es, den „kleinen Mann“ dabei zu unterstützen, seine Stromkosten zu senken und gleichzeitig wichtige Informationen rund um das Thema Energie verständlich zu vermitteln.
Harald Kirchberger von ecovolt, unserem Kooperationspartner, erläuterte anschaulich die Vorteile einer Energiegemeinschaft und zeigte auf, welche Möglichkeiten sich für die Mitglieder daraus ergeben.
Stephan Wurm von neoom informierte über die Entwicklung der App, mit der künftig zahlreiche Energiedaten übersichtlich dargestellt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt waren Speicherlösungen und die Frage, wann ein Batteriespeicher sinnvoll geladen werden sollte.
Dabei wurde erklärt, dass es beispielsweise sinnvoll sein kann, mit dem Laden eines Speichers nicht bereits am frühen Vormittag zu beginnen. So kann die Energiegemeinschaft den erzeugten Strom zu dieser Zeit noch gut nutzen. Strom, der rund um die Mittagszeit gespeichert wird, kann später wieder zur Verfügung stehen und dadurch auch zur Entlastung des Stromnetzes beitragen.
Auch die zunehmende Bedeutung von Einspeisebegrenzungen wurde thematisiert. Bei entsprechenden Vereinbarungen kann der Netzbetreiber die Einspeisung zu bestimmten Zeiten begrenzen – ein Thema, das für viele Anlagenbetreiber künftig eine größere Rolle spielen kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die bevorstehende Änderung bei den Netzentgelten ab 2027. Dabei wird unter anderem der Leistungspreis eine größere Rolle spielen. Für Haushalte bedeutet das, dass es künftig noch wichtiger werden kann, größere Stromverbraucher nicht gleichzeitig einzuschalten.
Wenn beispielsweise mehrere leistungsstarke Geräte zur selben Zeit betrieben werden, kann dies Auswirkungen auf die Netzbelastung und – abhängig vom jeweiligen Tarif und den geltenden Regelungen – auch auf die Netzkosten haben.
Der Förderverein EEG Nöchling & Am Schuss bedankt sich herzlich bei Frau Bürgermeisterin Elisabeth Gschwandtner für die sehr gute Vorbereitung und die freundliche Gastgeberschaft.
Auch die hervorragende Organisation und die angenehme Atmosphäre vor Ort trugen zu einem gelungenen und informativen Abend bei.
Der nächste Impulsvortrag findet am 15. Oktober in Persenbeug statt.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!